1. Quartal

TK300m

Um die Auszeichnung AT vom SAT zu erreichen gibt es gewisse Vorgaben. Wie bereits berichtet, ist dies unseren Mitgliedern zu ermöglichen, auch ein Ziel der MWG. Hierzu haben wir von Zeit zu Zeit in unserem Jahresprogramm sogenannte Technische Kurse. Der erste dieser Technischen Kurse in diesem Jahr fand am 25. März statt. Es ging um das erfüllen des Obligatorischen Programmes mit dem Stgw90 auf 300m. Dieser Anlass fand öffentlich im Schützenhaus der Feldschützen Stettlen-Deisswil statt, auf welche wir uns dankenswerter Weise immer für solche Anlässe beziehen können. Um nicht nur die Erfüllung mit 72P. als Tagesziel zu setzen, wurde aus dem TK gleich ein kleiner Wettkampf gemacht. Es gab zwei verschiedene Wertungen: einerseits Mitglieder der MWG und andererseits auch deren Gäste. Von der MWG nahmen zwölf Mitglieder des bis zu diesem Moment 36 Mitglieder starken Vereines teil. Zusätzlich durften wir noch 15 Gäste begrüssen, inkl. der Inspektorin des SAT, die mit grosser Freude auch am Wettkampf teilgenommen hat. Zu gewinnen gab es gravierte Erinnerungsgläser mit unserem Vereinslogo.

Gewinner in der Kategorie Mitglieder waren folgende:

  1. Sdt Wüthrich Erich mit 81P.
  2. Oblt Kräuchi Martin mit 80P.
  3. Hptm Lüthi Thomas mit 78P.

Gewinner in der Kategorie Gäste waren folgende:

  1. Gfr Gurtner Rolf mit 79P.
  2. Hptfw Berta Yannick mit 77P.
  3. Sdt Gut Christian mit 75P.

Die MWG gratuliert allen Gewinnern des Tages von Herzen.

Für alle die es interessiert, hier die vollständige Rangliste AT 300m

Als grossartiges Fazit des Tages dürfen wir bei uns im Verein noch fünf neue Mitglieder begrüssen. Herzlich willkommen!

Wir danken allen Teilnehmern, Zivile, Gäste und Mitgliedern für ihr Erscheinen.

Der nächste Termin, an dem wir wieder auf 300m in Stettlen-Deisswil anzutreffen sind, ist der 16.09.2017

Polarstern 2017

In der Nacht vom 10. auf den 11. März 2017 nahmen von der MWG zwei 3-Mann-Patrouillen am Internationalen Militärwettkampf Polarstern in Köln teil. Beim Wettkampf handelt es sich um einen Streifrundgang, bei dem immer wieder Situationen und Aufgaben erledigt werden müssen, was jeweils bewertet wird.

So fuhren wir mit zwei Fahrzeugen am Freitagmorgen los, zwei AdMWG direkt aus dem SLG. Nach dem obligaten Imbiss in einem amerikanischen Schnellimbiss, trafen wir am Abend in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn ein. Nach der Anmeldung erhielten wir eine Karte, auf der wir die vorgegebene Patrouillenroute übertragen mussten. Anschliessend richteten wir uns in der Turnhalle notdürftig eine Schlafstelle ein – viel Schlaf war ohnehin nicht zu erwarten. Nach der persönlichen EVOR ging es zur Waffenkammer, in der alle Wettkampfteilnehmenden ein G36 inkl. Magazin und Mark Patronen, sowie pro Patrouille ein „Verbandspäckchen“, ein „Verbandspäckchen, Brandwunde“, eine (riesige) Taschenlampe mit selbstgebastelten Rotfilter und, falls benötigt, einen Kompass erhielten.

Nach der offiziellen Begrüssung und der Befehlsausgabe mit einer kurzen Einführung in die Handhabung des G36, wurden alle 30 Patrouillen an ihre Startpositionen gebracht, an denen sie anschliessend ihre Streife entlang der Route begannen. Für meine Patrouille „Bravo 6“ gestaltete sich die Orientierung anfangs aufgrund des enorm flachen Geländes nahe dem Flughafen Köln-Bonn schwierig, wurde aber durch die abziehende Bewölkung und den Vollmond wieder verbessert.

Mit einer vor uns explodierenden Sprengfalle als erste Situation wurde uns bewusst, dass die Posten nicht einfach erkennbar sind und wir somit stetig auf der Hut sein müssen. So haben wir beim weiteren Vorrücken sogar Wildschweine irrtümlicherweise für Posten gehalten. Weiter mussten aus verzerrten Kartenausschnitten der Massstab sowie eingezeichnete Distanzen ermittelt werden. Eine gegnerische Funkstation (unsere Gegenseite waren Terroristen) galt es einzunehmen und das Material sicherzustellen. Ein Zivilist, der einen Stromschlag erlitten hatte, musste unter Aufsicht zweier Rettungssanitäter des Deutschen Roten Kreuzes korrekt geborgen und reanimiert werden. Ein MG3 musste möglichst rasch zusammengebaut werden, die Zeit stoppte nach dem Abfeuern einer kurzen Salve mit Mark Munition. Bei einem anderen Posten war die Errichtung einer provisorischen Flak mit einem MG3, einem Holzpfosten, einer Dose und zweier Kabelbinder gefordert. Es musste auch ein G36 innerhalb 10 Minuten von allen Patrouillenmitgliedern jeweils komplett auseinandergenommen und wieder zusammengebaut werden. Ein Fahrzeug sowie eine Person musste kontrolliert werden. Bei all diesen Posten wurde zusätzlich auch immer der Eigenschutz bewertet. Weiter war ein Posten des Technischen Hilfswerks die Überquerung eines Bachs per Seil. Eine kurze, aber intensive Schnitzeljagt durch die Luftwaffenkaserne mit Sammlung möglichst vieler versteckter Hinweise (Kartengenauigkeit = Radius 100m zum Finden eines Stempelkissens) innerhalb maximal 25 Minuten führte zum Schiesssimulator AGSHP, bei dem das Überleben im Feuergefecht und das effektive Vernichten der feindlichen Kräfte gewertet wurde. Zurück im Gelände galt es noch gegnerische Kartensymbole zu entschlüsseln und Übungshandgranaten in ein Fenster zu werfen.

Es war bereits hell, als unsere Patrouille als eine der letzten zurück in die Kaserne kam. Nach dem Reinigen des Materials und der Waffen war befohlene Bettruhe bis 10:00. Als allmählich alle wach waren, wurde natürlich viel diskutiert, Erlebtes und Erfahrungen ausgetauscht. An der Rangverkündigung kam dann die grosse Überraschung: In der Wertungskategorie Gäste belegten unsere beiden MWG-Patrouillen Platz 1 und 2 und in der Gesamtwertung rangierten wir uns auf Platz 4 und 6! Von 30 internationalen Patrouillen mit vielen Posten, die stark Bundeswehr-spezifisches Wissen verlangten, kann sich dieses Ergebnis mehr als sehen lassen!

Es war einmal mehr eine tolle Erfahrung, mit vielen guten Erinnerung und einer super Leistung aller AdMWG!

Fach Of Martin Schneider

Neueneggschiessen

Am 5. März fand das traditionelle Neueneggschiessen statt. Unser Grfhr Stv OberstLt i Gst Adrian Siegenthaler, welcher seit Langem teilnimmt und oft auch in der Organisation mithilft, hat diesen wunderschönen Anlass zu uns in die MWG gebracht. Schwierig bei solch traditionellen Schiessen ist oftmals die Gruppengrösse, welche zusammen schiesst. Hier waren es acht Schützen. Dankenswerterweise konnte meine Freundin Charlene Jäggli doch noch einspringen und die Gruppe der MWG komplettieren. Das Schiessen selbst ist ein wunderschöner Anlass. Man traf sich am Morgen auf dem Dorfplatz in Neuenegg zum Kaffee. Nach dem Ausstossen und Einstellen des Gewehres auf die Distanz (ca. 150m) ging es dann auf den langen Fussmarsch zum Schiessgelände.

Hier wurde nicht in einem Stand geschossen, sondern auf offenem Felde. Erlaubt waren alle Ordonnanzwaffen der Schweizer Armee. In unserer Patrouille waren drei Stgw57 und fünf Stgw 90 vertreten. Das Programm war zwölf Schuss innert vier Minuten, 64 Schützen gleichzeitig.

Nach dem Schiessen ging es zur traditionellen Berner Platte in die Beiz, wo bei Speis und Trank noch lange diskutiert wurde.

Am Ende des Tages konnten wir sogar die eine oder andere Auszeichnung zu Gunsten der MWG verbuchen.

 

Lt Luca Heinen

39. Int. Nachtmarsch der A.S.O.R.L 2017

Am Freitag 27.01.2017 trafen wir uns gegen 1900 in der Region Basel, um von dort aus in Richtung Luxemburg aufzubrechen. Da wir zu fünft waren, dachten wir, es wäre eine gute, sparsame Idee, mit einem zu Auto fahren. Da wir für den Nachtmarsch und die Übernachtung noch Gepäck hatten und in Zivil reisten, gab dies ein relativ grosses Gedränge im Auto. Als wir vor Ort um ca. 0100 ankamen, waren immer noch ein paar luxemburgische Kameraden wach und konnten uns alles Nötige zeigen.

Die Nacht verlief etwas unruhig, was daran lag, dass wir in einem grossen Saal schliefen, in dem auch der Aufenthaltsraum war. Am Morgen konnten wir uns offiziell melden und dann ging es auch gleich los. Da wir nur zu fünft waren und es 3er Patrouillen sind, fehlte uns noch 1 Person. Diese Differenz konnte mit einem Deutschen Kameraden Olaf geschlossen werden. Sie haben einen kleinen Wettkampf am Tag organisiert. Dieser dient dazu, die Zeit vom Eintreffen der Teilnehmer bis zum Start vom Nachtmarsch zu überbrücken. Die Disziplinen waren Distanzen schätzen, 9-Liner Funken, Kartenkunde, Schiessen (AirSoft), und Kenntnisse über Militärische Zeichensprache. Um 1900 ging es dann mit dem Nachtmarsch los. Wir kriegten eine Karte und ein Blatt auf dem wir die Stempel von den 10 Stempelposten darauf machen konnten. Für den gesamten Nachtmarsch durften wir nur Rotlicht benützen. Bei der Reihenfolge und der Strecke waren wir frei. Nach einer ersten kurzen Beurteilung haben wir uns entschlossen, die Posten im Uhrzeigersinn abzumarschieren. Nach ca. 10min Marsch konnten wir bereits feststellen, dass wir nicht die einzigen waren, die diese Idee hatten. Das Gelände war sehr anspruchsvoll und der Untergrund war kurz gesagt „die Hölle“. Es hatte am Nachmittag auf den gefrorenen Boden geregnet, diese Mischung ergab eine 25 km lange Eisbahn. Als wir wieder im Ziel angekommen waren, waren wir alle glücklich und sehr erschöpft, da es wirklich sehr kräfteraubend war. Bei der Rangverkündigung am nächsten Morgen, erfuhren wir, dass wir Platz 8+9 beim Nachtmarsch belegten. Dann ging es auch bereits wieder ab nach Hause. Der Anlass war gut und interessant, zudem konnten wir auch neue Freundschaften schliessen.

Oblt Kräuchi Martin

IMSC

Am Wochenende vom 27. – 29. Januar fand die diesjährige Winter-Edition des Niederländischen Militär-Vielseitigkeitswettkampfes in Arnhem statt (International Military Skill Competition).

Die MWG Wurde von unseren Niederländischen Kameraden während des Wappens der Stadt Köln zu diesem aussergewöhnlichen Wettkampf eingeladen. Dieser Wettkampf ist jedes Jahr etwas anders und auch nicht immer zur selben Jahreszeit, was von allen Teilnehmern eine gute  Vorbereitung verlangt. 17 Teams aus Deutschland, Belgien, den USA, der Niederlande und der Schweiz waren am Wettkampf beteiligt. Es gilt jedoch zu erwähnen das sowohl die Deutschen Kameraden sowie die Patrouille der MWG jeweils die einzigen Vertreter ihrer Nationen waren. Die drei Mitglieder der MWG, welche sich diesem Wettkampf stellten und zusammen eine Mannschaft bildeten, wussten nicht genau auf was sie sich da einliessen und kamen mit hoher Motivation und etwas Nervosität am Freitagmorgen in Arnhem an. Kurz nach dem Bezug der Ukft ging es schon los.

Der Freitag war der Erfüllung der Bedingungen der „Verheule-Trofee“ gewidmet, einem Wanderpokal, der nach Rob Verheule, dem inzwischen leider verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden der AVRM Regio West, benannt wurde. Getreu Rob Verheules Motto: „Verlieren darf man wohl – aber niemals aufgeben“ wurde hier ausschliesslich körperliche Fitness und militärisches Fachwissen geprüft.

Am Samstag fanden die Schiesswettkämpfe mit der neuesten Version des Sturmgewehrs Diemaco, dem C7 mod. und der Pistole Glock statt, zusätzlich eine Überprüfung der Waffenkenntnisse, bei der es galt, 8 Waffen in 20min zusammenzubauen, in eine Gefechtssituation eingebettet eine Überprüfung der Fähigkeiten in Erster Hilfe und eine Überprüfung des Leistungsstandes im Bereich ABC-Abwehr in Theorie und Praxis. Zusätzlich bestand die Möglichkeit, das niederländische Leistungsabzeichen für die Handgranate zu erlangen. Dazu: Wer daran Interesse hat, muss vorher viel trainieren, um diese Anforderungen zu erfüllen!

Die Patrouille der MWG wurde in der Gesamtwertung vierter.

Der Samstag endete abends nach dem gemeinsamen Abendessen mit der Siegerehrung:

(offizielle Auswertung, zu finden auf Facebook unter Dutch Military Skills Competition)

Mannschaftswertung (Schießen, ABC und EEH):

  1. Platz: VdRBw Kreisgruppe Emsland / Grafschaft Bentheim, 1915 Punkte
  2. Platz: Schietteam CLSK (NL), 1909 Punkte
  3. Platz: Team NatRes A-CIE (NL), 1874 Punkte

Einzelwertung (Schießen):

  1. Platz: Th. Landwehr, VdRBw Kreisgruppe Emsland / Grafschaft Bentheim; 315 Punkte
  2. Platz: J. Keuning, Team NatRes A-CIE (NL); 314 Punkte
  3. Platz: M. de Vries, Schietteam CLSK (NL); 295 Punkte

Verheule-Trofee:

  1. Platz: Team Belgium (BE), 507 Punkte
  2. Platz: VdRBw Kreisgruppe Emsland / Grafschaft Bentheim, 503 Punkte
  3. Platz: Globo Gym (USA), 500 Punkte

Hierzu gratuliert die MWG Herzlichst der VdRBw Kreisgruppe Emsland, unseren neuen Kameraden, zu all ihren erlangten Erfolgen am IMSC. Insbesondere Gratuliert die MWG auch Th. Landwehr zu seinem ersten Platz im Schiessen und bedankt sich für die neugegründete Kameradschaft.

Lt Heinen Luca